Das ABB Weiterbildungszentrum auf dem Gelände des Pankowparks in Berlin Wilhelmsruh soll nach den Vorgaben des genehmigten Bedarfsprogramms in das Gebäude 14 (ehemaliges „Kulturhaus“) integriert werden. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Industriegebäude, das ursprünglich in den 1940er Jahren als Munitionsfabrik errichtet wurde. Das Bauwerk besteht aus einer Mischung aus Mauerwerks- und Stahlbeton-Skelettbauweise. Es ist nur teilweise unterkellert. Die Grundsubstanz des Gebäudes ist gut. Zur Nutzung für das ABB Aus- und Weiterbildungscenter Berlin muss die Gebäudehülle saniert und instandgesetzt werden. Des Weiteren sind eine weitgehende Entkernung und ein neuer Innenausbau im Erd- und Obergeschoss erforderlich. Eine partielle Schadstoffentsorgung ist erforderlich.

Der Bestand wird auf die tragenden statisch notwendigen Bauteile zurückgebaut. Die neu herzustellenden Trennwände werden entsprechend den sie betreffenden Funktionsbereiche bzw. Forderungen aus dem Brandschutz in Mauerwerks-, Stahlbeton- bzw. Trockenbau errichtet.

Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht sind die hochbaulichen Maßnahmen hinsichtlich des Energiesparens eingeschränkt. Das Dach und die Außenfenster werden unter dieser Maßgabe saniert.

Im Bereich der Betriebstechnik wird dies durch die Nutzung der Fernwärme aus Kraft-Wärme Kopplung von Vattenfall realisiert. Des Weiteren sind die Raumlufttechnischen Anlagen mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Kühlung ist über Solarzellen mit Pufferspeicher, Absorptionskältemaschine und Kältespeicher vorgesehen und ist im Winterbetrieb auch zur Beheizung einsetzbar. Der Wärmeschutz für die Räume bzw. Funktionsbereiche an der Süd und Westseite des Gebäudes ist mit außenliegendem Sonnenschutz an den Dachreitern und entsprechend der Auflagen des Denkmalschutzes mit innenliegenden Verschattungen

geplant.